Endlich war es soweit, der Hamburg Marathon, auf den wir uns alle schon so lange freuten, war endlich dran.

Arendt, Inken und Sönke liefen die Gesamtstrecke, während wir auch noch mit 2 Staffeln am Start waren. Eine Herrenstaffel mit Temuzgi, Ralf, Sayid und Mario (so war jedenfalls der Plan) und eine Damensstaffel bestehend aus Wiebke, Kathrin, Elisabeth und Anika.

Am Samstag reiste schone in Großteil in Hamburg an, 3/4 der Damenstaffel hatte hier erhebliche Schwierigkeiten und kam nach Autopanne, Abschleppen und Tour mit der Bummelbahn von Großenaspe nach Hamburg erst um 19:30 Uhr an der Unterkunft an. Wiebke war gottseidank schon nachmittags da und war so lieb alle Starterbeutel abzuholen. Übergabe war dann etwas verspätet beim Italiener, wo es noch Stärkung mittels Pasta und Pizza gab.

Nach recht unruhiger Nacht und ziemlicher Nervosität bei den meisten trafen wir uns dann am Messegelände.

Der Start rückte immer näher und wir hatten genug damit zu tun, uns in dem Gewusel an Läufern und Zuschauern zu finden und nicht wieder zu verlieren. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns, es war saukalt, windig und regenete immer mal wieder.

Dann der Schock, 20 Minuten vor Start war klar, dass Temuzgi aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht laufen kann. Was nun??? Wiebke stand schon im Startblock, war für uns nicht mehr greifbar, so mussten wir kleinen Läuferlein eine Entscheidung treffen. Es ging gar nicht anders, Ralf musste den Start übernehmen, Mario auf Strecke 2 wechseln und Robel die Schlußstrecke übernehmen. Sayid konnte somit auf der kurzen Strecke bleiben, um weiterhin seine Gesundheit zu schonen. Puh, jetzt hieß es erstmal durchatmen.

Pünktlich zum Start ging ein fieser Hagelschauer über uns alle nieder. Es war soooo kalt. Aber alle Startläufer liefen ganz tapfer los. Immer wieder ein irres Bild, wenn sich so viele Läufer auf den Weg machen.

Nun hieß es für alle Staffelläufer sich allmählich auf den Weg zu ihren Wechselpunkten zu machen, damit alle rechtzeitig da waren und sich noch in Ruhe vorbereiten konnten. Immer wieder gab es regen- und Hagelschauer, doch im Laufe des Vormittags zeigte sich endlich die Sonne und es blieb dann auch überwiegend trocken. Zwischendurch gab es via Whattsapp Infos von den Daheimgebliebenen STVern über die Live-Verfolgung, dass Arendt richtig gut dabei war und Inken und Sönke via Life-Tracker unauffindbar waren. Was war da los? Hoffentlich war bei den beiden alles okay!?!

Je näher der Staffelwechsel rückte, desto mehr Stimmung kam an den Wechselstationen auf. Staffelwettkämpfe haben einfach eine ganz eigene Athmosphäre, herrlich!

Die größte Kunst in Hamburg besteht darin, dass man sich tatsächlich an den Staffelsammelstationen 400 m vor dem Ziel trifft und dann gemeinsam als Mannschaft auf den roten Teppich ins Ziel einläuft. Insbesondere für Läufer 3 ist es fast unmöglich dies zu schaffen, da die S-Bahn überfüllt und auch der Weg zum Sammelpunkt vollgestopft mit Menschen ist.

Langer Rede kurzer Sinn: beide Staffeln haben es leider nicht hinbekommen, da entweder der Zielläufer zu fix durchgelaufen ist oder aber die anderen Staffelläufer nicht rechtzeitig an der richtigen Sammelbox standen. Aber irgendwie passte das zu diesem Hamburg Marathon und wir nahmen es alle mit Humor.

Die drei Einzelstarter zeigten bärenstarke Leistungen. Bei Inken und Sönke klärte sich im Nachhinein auf, dass ihre Transponder nicht freigeschaltet waren. Mittels Beweisfotos und Uhrnachweis konnten die Zeiten aber letztendlich doch in die Ergebnislisten mit aufgenommen werden. Ein herzlicher Dank gilt hier Niels-Peter Binder vom Borener SV, der hier aktiv zur Klärung beigetragen hat!

Sönke war schnellster Mann aus unserem schönen Angeln. Er legte die Marathonstrecke trotz massiver Magenbeschwerden in 3:16 zurück. Inken lief nach 3:55 ins Ziel. Arendt, der seinen 2. Marathon überhaupt bestritt, schaffte eine irre Zeit von 3:21.

Doch auch die Staffelergebnisse konnten sich trotz aller Umstände sehen lassen. Die Herren wurden 70. von insgesamt 311 Staffeln mit einer Zeit von 3:27.

Die Damen wurden 33. von 195 Damenstaffeln in einer Zeit von 3:51 und das obwohl unsere tapfere Wiebke ab Kilometer 5 Knieprobleme hatte und dennoch tapfer bis zum Ende der 1. Etappe durchgehalten hat (insgesamt 16,3 km).

Ein aufregendes und anstrengendes Wochenende lag hinter uns, dennoch:

Eins ist sicher, im nächsten Jahr kommen wir wieder!

 

 

Besuche uns auf Facebook

Premium Sponsor

VR Bank

Sponsoren Südenseelauf
Archiv