Flensburg sollte tatsächlich wieder einen Marathon bekommen. Nachdem im Jahr 2008 das letzte Mal der YOU!MM an der Förde stattgefunden hatte, sollte Pfingsten 2017 die Königsklasse des Laufens wieder in Flensburg Einzug halten. Das war eine aufregende Nachricht und so meldeten wir uns schon sehr früh mit 2 Staffeln, 5 Einzelstartern im Halbmarathon und einer Einzelstarterin auf der ganz langen Distanz an. Wir waren alle sehr gespannt, wie wird es werden? Klappt die Organsation? Und wie läuft es an den beiden Wechselpunkten ab? Ist die Strecke wirklich so hart wie alle behaupten? Und wie sieht es wohl hinter der Marineschule aus, da kam man bei den Probeläufen ja noch nicht hin. Es war und blieb spannend. Bei besten Wetterbedingungen, bedeckt, nicht zu warm und nur leichter Wind trafen wir uns am Pfingssonntag alle auf dem bereits gut gefüllten Südermarkt. Die letzten Startnummern wurden verteilt und Verabredungen getroffen. Wer nimmt wessen Jacke zu welchem Wechselpunkt mit. Und wie kommen wir da überhaupt hin? Die Stimmung knisterte bei allen deutlich mehr als sonst vor einem Wettkampf. Um 9:00 Uhr ging es dann los. Zuerst starteten die Marathonis an der Holmnixe. Franziska Hansen startete als einzige STV-Athletin über die gesamte Distanz, in ihrem bislang zweiten Marathon. Als Ziel hatte sie sich eine Zeit von unter 3:30 Stunden gesetzt. Ein ehrgeiziges Ziel bei der anspruchsvollen Strecke. Los ging’s, von vielen Zuschauern und Läufern angefeuert und begleitet durch Powermusik kam eine richtige Gänsehaut-Athmosphäre auf.

Um 9:15 Uhr folgte dann der Start der Staffeln. Eine Staffel teilte sich die 42,2 km, die in 7 Etappen unterteilt waren. Für uns starteten Mutter und Tochter in den beiden Staffeln. Julia Rottschäfer hatte es sich trotz Urlaubsreise am selben Tag nicht nehmen lassen, die erste Etappe von 6,7 km zu laufen. Ihre Mutter Wiebke lief für Staffel 2 gleich die ersten drei Etappen von insgesamt 20,7 km. Außerdem liefen in Staffel 1 Elisabeth Funk-Schlafke, Patric Nissen, Frank Brößel und Mario Rottschäfer mit. Staffel 2 wurde durch Charlotte Nissen, Robiel Angesom und Beate Rüding komplettiert.

Zuletzt durften dann die Halbmarathonis Sven Mader, Sönke Johannsen, Hannes Vogt, Temuzgi Selomun und Anika Nissen an den Start.  Für die beiden Letztgenannten handelte es sich um eine Premiere, der erste Halbmarathon… und das in Flensburg!

Die Strecke hatte es durchaus in sich. Eine Runde war 14 km lang und musste je nach Distanz entsprechend oft gelaufen werden.Allerdings wurde das auch durch den Zuspruch der Zuschauer, der vielen Versorgungsstationen und nicht zuletzt durch den wunderschönen Ausblick wett gemacht. Zunächst ging es von der Holmnixe zum Südermarkt und von da aus über die Angelburger Straße zur Hauptverkehrsstraße in Richtung Hafen. An der Schiffbrücke ging es dann auf die andere Straßenseite, so dass man direkt an der Hafenpromenade immer schön am Wasser längs lief. Der 800 m lange Anstieg über die Serpentine und anschließend noch über die Steigung der Fördestraße verlangte einiges an Kraft, war aber letztendlich von den meisten gar nicht so schlimm empfunden worden wie vorher befürchtet. Wer bei Wiebkes Hügel- und Treppentraining in der Woche davor war, konnte jetzt fast kichern. Nun ging es zum Sportplatz der Marineschule, heiliges Gefilde, zu dem man normalerweise keinen Zutritt erhält. Hier war ordentlich was los. Viele Staffelläufer warteten auf ihren Einsatz. Nachdem man dann eine Runde auf der tollen Bahn gelaufen ist, ging es hinter der Marineschule durch ein schönes Außengelände mit traumhaften Blick über den Hafen Flensburgs weiter bis man sich dann bergab (!) dem Hafenbecken näherte.

An der Hafenspitze war mittlerweile die Hölle los. Toll, wieviele Zuschauer sich auf den weg gemacht hatten, um für massig Stimmung an der Strecke zu sorgen. Es folgte dann der Weg in Richtung Nordertor. Hier ging es immer mal wieder über Kopfsteinpflaster, zur Belohnung durften wir aber DURCH das Nordertor laufen, um dann auf der anderen Seite wieder die besondere Stimmung eines Wechselpunkts geniessen zu dürfen. Von hier aus ging es dann über den Oluf-Samson-Gang leicht bergauf und mit schwierigem Pflaster in die Norderstraße und von da aus dann wieder in die Fußgängerzone vom Nordermarkt bis zum Südermarkt. Dieser hatte sich auch schon deutlich gefüllt und die Läufer wurden dank Zuschauer, lauter Musik und motivierender Moderation angefeuert.

Und wir kamen alle prima mit der Strecke klar, das zeigen auch die Ergebnisse:

Franzi, unsere Powerfrau lief ihren 2. Marathon in ungalublichen 3:28 Stunden und erreichte damit nicht nur locker ihre Wunschzeit sondern wurde Gesamtdritte bei den Frauen! Temuzgi lief in einer Wahnsinnszeit von 1:20 Stunden seinen 1. Halbmarathon und wurde damit Gesamtzweiter! Ihm folgte Sönke, der noch kurz entschlossen gemeldet hatte, in 1:29 Stunden und belegte damit den 16. Platz. Sven Mader lief kurz danach in 1:35:45 ins Ziel. Anika kam unter ihrer erhofften Zeit in 2:08:36 bei ihrer Halbmarathon-Premiere ins Ziel und Hannes folgte kurz darauf in 2:13:27.

Auch die Ergebnisse der Staffeln können sich absolut sehen lassen. Von insgesamt 85 Staffeln belegte Staffel 2 den 27. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:44:04 und Staffel 1 lief in tollen 4:00:34 durchs Ziel und belegte damit Platz 51.

Eines ist klar: der STV Sörup liebt Flensburg – wir kommen wieder und zwar am 10.06.2018!

 

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